Be Faith – BLOG

Mein Weg zu befaith …

Ein persönlicher Erfahrungsbericht über den Weg zum Glauben

Mein Weg zu BeFaith ist wie ein Wasserfall, der unaufhörlich fließt.

Wie viele andere Menschen auch wuchs ich in einer christlich geprägten Familie auf, in der der sonntägliche Kirchengang zum Alltag der Woche gehörte. Als Baby bereits getauft, gehörte ich einer Religionsgemeinschaft an, weil meine Eltern dieser auch angehörten. Da wurde nichts hinterfragt oder diskutiert, denn dies war einfach so, weil es schon „immer“ so war – man wurde in etwas hinein geboren, was seinen Ursprung in einer Tradition begründete, welche vielleicht einige Jahrzehnte oder auch Jahrhunderte begründete. Ich habe diesbezüglich nie geforscht ab wann meine Ahnen dieser Religionsgemeinschaft angehörten.

Als Kind reproduziert man seine Eltern

Als junger Mensch lebt man ja erst einmal die Regeln und Vorgaben der eigenen Eltern. Man nimmt viele Situationen als selbstverständlich hin und wächst damit auf, ohne diese zu hinterfragen. So folgte auf die Taufe die Kommunion und viel später auch eine kirchliche Trauung.
Auch wenn der Besuch eines „Gotteshauses“ immer weniger wurde und die dort vermittelten Inhalte keine Resonanz in mir auslösten, bleib ich weiterhin Mitglied dieser Kirche. Niemand zwang mich zu irgend etwas und doch konnte keiner mir geben, wonach ich schon damals instinktiv suchte.
Ich war so, wie bestimmt ebenfalls Millionen andere Menschen, lange Zeit Mitglied einer Gemeinschaft ohne auch nur das geringste zu spüren geschweige denn zu glauben. Die christlichen Ritualtage (Ostern, Himmelfahrt, Fronleichnam, Pfingsten, Allerheiligen und Weihnachten) zogen so an mir vorbei und waren immer eine willkommene Gelegenheit arbeitsfreie Zeit zu haben und die so gewonnene Freizeit vergnüglich zu genießen oder Sinn entfremdet zu zelebrieren – die Geschenke an Weihnachten waren wichtiger als die Geburt des Lichtes, des Heilandes.
Als junger Erwachsener war die Beziehung zur Kirche nur noch geprägt durch den monatlichen Abzug der Kirchensteuer auf der Lohnabrechnung. Meine innere Suche nach etwas Übergeordnetem, nach der Seele und ihrer Heimat, konnte durch diese nicht gestillt werden. So lag es nahe andere Wege zu beschreiten und die aufkommende NewAge-Bewegung war, so schien es mir zumindest zu diesem Zeitpunkt, eine Möglichkeit Antworten auf die sich in mir immer drängender stellenden Fragen zu finden.

Die Suche hat begonnen

Wer bin ich? Wo komme ich her und wo gehe ich hin? Was ist meine Aufgabe in diesem Leben? Und, und, und …
Partielle Antworten konnte ich in der Astrologie, dem Schamanismus oder anderen Techniken bzw. Lebensanschauungen finden – jedoch gestillt war meine Suche nie. Im Gegenteil: kaum glaubte ich wieder eine neue Erkenntnis dazu gewonnen zu haben, ging die Suche an anderer Stelle bereits weiter. Der esoterische Markt mit all seinen Angeboten und „Besonderheiten“ scheint ja auch eine nie endende Möglichkeit hierfür zu bieten. Ob Reiki, Reinkarnationslehre oder Quantenheilung, um nur einige zu nennen, alle enthalten nur eine Teilwahrheit des großen Ganzen und sind oft für die Lehrenden lediglich eine gute Einnahmequelle.
Doch auch all diese ganzen Techniken und Praktiken sind belegt mit Regeln und Abläufen, mit oft erdachten und voller Überzeugung dargebotenen Inhalten. In diesen esoterischen Angeboten geht es oft nur um Selbstdarstellung oder „Alleinstellungsmerkmale“ eines Menschen, der oft auch noch glaubt, selber ein „Avatar“ oder gar ein „Erleuchteter“ zu sein.
Für mich tun sich so seltsame Auswüchse auf und was ich am bedauerlichsten dabei empfinde ist die Tatsache, dass viele Menschen all dem noch Glauben schenken und diesen ganzen „Selbsterkennungs-Zirkus“ nicht nur mitmachen, sondern durch ihr Geld zu immer weiteren Auswüchsen verhelfen.
Durchleuchtet man diese Szene jedoch muss man schnell feststellen, dass so gut wie keiner dieser, meist selbsternannten, „Meister“ von unserem Schöpfer, von Gott oder seinem Sohn Jesus spricht, denn das ist nicht in, nicht vogue. Dies wäre auch schlecht fürs Geschäft, denn Gott und Jesus sind durch die Kirchen bereits belegt. Diese erheben den Anspruch (Ver)Mittler zwischen Gott und den Menschen zu sein. Doch sind sie dies wirklich? Brauchen Menschen einen Papst als obersten irdischen Hirten um wirklich glauben zu können?

Brauchen Menschen Führer?

Ja, sie brauchen ihn, solange sie noch nicht wirklich innerlich frei geworden sind. Sie brauchen ein Vorbild, einen Führer, dem sie folgen können, jemanden der ihnen sagt, wo es lang geht. Dies ist nicht nur im Christentum so, sondern in fast allen großen, organisierten Religionsgemeinschaften (Islam, Hinduismus, Buddhismus, und all ihren Abkömmlingen) auf unserem Planeten.
Jedoch jeder aufgeklärte, freigeistige Mensch, der sich nicht dem Atheismus verschrieben hat, braucht eine übergeordnete Instanz in der er seine Heimat findet, in der er frei glauben kann. Und genau hier ist der Schlüssel zu finden: denn wer Glaube mit jeder Zelle seines Körpers ist und nicht nur einfach glaubt, also einen antrainierten oder aufgesetzten Glauben praktiziert, der spürt mit jedem Atemzug die Herrlichkeit Gottes. Wer also „be faith“ ist, der ist innerlich frei und doch mit der gesamten Schöpfung verbunden.
Drum sei auch du be faith und trage so mit bei, eine neue, bessere Welt zu erschaffen. Denn wir sind, angesichts der vielen aktuellen Probleme (Klima, Kriege, Konsum, etc.) uns selbst und vor allem unseren Nachkommen verpflichtet, eine bessere Welt zu kreieren in der Glaube, Liebe und Hoffnung uns als wahre Menschen auszeichnen.

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